My Love Language

My Love Language

Ich zeige meine Liebe anders.

Lia

Ich kann dir nicht sagen, dass ich dich liebe ohne meine eigene Art der Sprache.

Wenn ich dir sage, dass ich dich Liebe, dann ist das ein grosses commitment.

Wenn ich ja zu dir sage, ist das wohl das grösste commitment, dass ich dir geben kann.

Denn jeden Tag aufs neue sage ich ja zu dir. Du sagst, ich schulde dir zwei «Ja» in meinem Leben. Und ich weiss genau, was du damit meinst. Doch du bekommst mein Ja tausende und Millionen Mal. Jeden Tag an dem ich mich entscheide mit dir aufzuwachen, einzuschlafen, mit dir raus zu gehen, etwas zu unternehmen, zuhause zu bleiben, zu kuscheln, zu sein, deine Liebe zu geniessen und meine zu geben ist ein Ja zu dir. Ein Ja zu uns. Und mehr commitment – als jeden Tag aufs neue Ja zu sagen – geht doch gar nicht. Oder?

Ich bin kein Mensch, die*der mit grossen Gesten auf Social Media postet, dass sie*er vergeben ist.

Ich bin kein Mensch, die*der «taken 🔐» in ihre*seine Bio schreibt und die ganze Welt mitreden lässt, was als nächstes wohl geschieht.

Ich bin kein Mensch, die*der den Ex-Freund*innen unter die Nase reiben will, dass ich «glücklich vergeben bin».

Ich zeige meine Liebe anders.

Wenn ich dich liebe, dann kannst du dir sicher sein, dass du dir nie sicher sein kannst. Denn solange du deiner selbst nicht sicher bist, wirst du immer zweifeln. Doch sobald du dir vertraust und entdeckst, dass ich eine*r der direktesten, offensten und ehrlichsten Menschen bin, die*den du wohl bis jetzt kennengelernt hast, wirst du nie mehr Zweifel haben. Denn dann bist du frei und erkennst, wie sehr ich mit all meinen Handlungen Ja zu dir sage und zu dir stehe.

Du erkennst meinen Perfektionismus in kleinen Dingen, die sich aneinanderreihen, aber du erkennst nicht, wie sehr ich dich liebe.

Ich verbringe jeden Abend mit dir. Egal was ich durch den Tag gemacht habe. Ich achte immer darauf, zum Abendessen zuhause zu sein. Ich will dir zeigen, wie viel du mir bedeutest. Ich vernachlässige nicht meine Freunde und gebe auch sonst nichts auf. Doch jeden Abend lehne ich es ab mit anderen zu essen, damit ich bei dir sein kann und dich fragen kann, wie dein Tag so war. Und ich kenne die Antwort. Denn wir schlafen kaum und du hast deine Menschen im Leben, die es dir alles andere als einfach machen und doch will ich alles wissen und dir zuhören und jedes Detail erfahren und dir dabei helfen, die schlimmen Dinge loszulassen, aus deinem Leben zu verbannen und dich für die schönen Dinge öffnen zu können. Ich möchte dir helfen zu erkennen, wie toll du bist und wie mutig und stark und einfach wunderbar. Doch ich komme nicht weiter. Du schliesst mich aus.

Ich bleibe ruhig, wenn du die Nerven verlierst und sitze da mit meinem Ball und versuche ruhig zu bleiben, wenn du mir sagst, dass wir wieder nicht schlafen und ich will dir nicht sagen, dass es nicht meine Schuld ist, denn es ist unsere und doch nicht. Denn wir waren es nicht, die diese Gedanken des «nicht ausreichend zu seins», des «Nicht-geliebt-werden-Könnens» in deinen und meinen Kopf gesetzt haben. Doch wir sind es, die den Stimmen keinen Glauben schenken können. Wir sind es, die einander lieben, vertrauen und gegenseitig Glauben schenken können.

Wir sind es, die einander lieben, vertrauen und gegenseitig Glauben schenken können.

Lia

Doch können wir das? Kannst du das? Ich habe noch nie gezweifelt, dass ich für dich bedeute, was ich für dich bedeute. Doch was ist mit dir? Kannst du ruhig bleiben bei dem Gedanken, dass ich andere Menschen umarme? Dass ich andere Menschen lange umarme und mit ihnen im Bett liege und kuschle und esse und ihre Hände halte. Kannst du das? Kannst du es ertragen, dass ich Menschen bei mir duschen lasse, damit sie früher an der Party teilnehmen können? Kannst du das?

Ich werde mich nicht verbiegen und auch nicht krumm machen für dich oder uns. Ich zeige dir meine Liebe, doch nicht so, wie du es willst. Nicht so, wie du es verstehst.

My love language

  • Ich bin jeden Abend da und esse gemeinsam mit dir. Egal mit wem ich bin, zum Abendessen bin ich zuhause.
  • Ich habe Ja gesagt zu dir.
    • Ich entscheide mich jeden Tag für dich.
    • Ich höre dir zu und sorge mich um dich.
    • Ich sage dir wie sehr ich dich liebe und dass ich mein Leben mit dir verbringen will.
    • Ich plane in der Zukunft.
    • Ich buche Ferien mit dir.
    • Ich benutze die aussagekräftigsten Emojis und schreibe dir öfter zurück als irgendwem sonst. Und das auch, wenn mich mein Handy wiedermal zu sehr stresst, als dass ich es berühren möchte. Ich schreibe dir. Täglich.
    • Ich werde ganz fröhlich und sprühe über vor Glück, wenn ich meinen Freund*innen von dir erzähle.

Was du denkst, was ich tue

  • Ich schreibe nur in kurzen Sätzen. Das zeigt dir, dass ich keine Zeit für dich habe und löst eine komische Stimmung aus.
  • Ich schreibe oft nur mit Emojis. Und du verstehst die Bedeutung nicht und ich nehme mir wieder keine Zeit.
  • Oftmals like ich auch nur deine Nachricht. Und wieder nehme ich mir keine Zeit. Liebe ich dich überhaupt?
  • Ich lasse dich nicht schlafen. Denn du zweifelst an meiner Liebe und dass ich zu dir stehe und ich habe keine zufriedenstellenden Antworten für dich.
  • Ich gebe nicht öffentlich bekannt, dass ich vergeben bin. Und wieder zeige ich dir, dass ich nicht zu dir und unserer Beziehung stehe.

Was ich tatsächlich damit meine

Wenn ich an meinem Handy bin, werde ich regelrecht eingesogen. Ich kann kaum entkommen und stecke fest. Nicht immer aber manchmal. Mein Handy ohne Akku ist die Erholung, die ich benötige. Doch ohne Akku bin ich nicht erreichbar und so kann ich nicht für andere da sein. Doch genau deshalb lies ich mein Handy gestern liegen auf der Theke und habe mir nicht die Mühe gemacht, mein Ladekabel zu suchen. Denn für mich war es eine schöne Pause, nicht erreichbar zu sein. Es kommt vor, dass ich nachrichten bekomme und sie nicht anklicke oder gleich auf «unread» stelle. Denn so vergesse ich sie nicht. Und so kann ich sichergehen, dass ich meine Menschen nicht vernachlässige. Doch oftmals bräuchte es nur eine ganz kurze Nachricht auf die Mitteilung und die Aufgabe wäre weg von meiner ToDo Liste. Doch aus unterschiedlichen Gründen fühle ich einen enormen Druck und Stress, wenn ich daran denke, in genau dem Moment auf die Nachricht zu antworten. Ich kann dir nicht den Grund dafür nennen doch so ist es. Vielleicht könnte es ein*e fähige*r Therapeut*in. Doch ich kann es nicht. Ich lebe aber damit und kann dir sagen, dass es nicht leicht ist, ich aber einen Weg gefunden habe, um damit umgehen und leben zu können. – Meine Emojis und meine Nachrichten, die ich like und der bei mir sehr beliebte «unread» Knopf.

  • Ich schreibe nur in kurzen Sätzen. – Weil es oft mehr nicht braucht und es nur so möglich ist, den Stress zu minimieren, den mein Handy verursacht.
  • Ich schreibe oft nur mit Emojis. – Weil ich so am besten ausdrücken kann, was ich fühle und ich nur so asap dem Stress meines Handy entkommen kann.
  • Oftmals like ich auch nur deine Nachricht. – Weil ich so meine volle Zustimmung ausdrücke und das oftmals alles ist, was es braucht.
  • Ich lasse dich nicht schlafen. – Wir beide diskutieren Stunden für Stunden darüber, ob ich zu dir stehe oder nicht. Ich tue es. Du glaubst mir nicht.
  • Ich gebe nicht öffentlich bekannt, dass ich vergeben bin. – Weil ich nicht alles aus meinem Privatleben öffentlich bekannt gebe. Und ich bin nicht vergeben im Sinne des Wortes. Ich bin keine Sache, die jetzt jemenschem gehört. Was ich bin, ist, mit dir zusammen. Was isch habe, ist, eine Familie in dir. Und meine (chosen) Familie bleibt.

Related Posts